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STATEMENT ZU KOLLEGAH & FARID BANG

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STATEMENT

STATEMENT DES BUNDESVERBANDES MUSIKINDUSTRIE ZUM ECHO 
16.04.2018

„Wenn im Zuge der aktuellen Diskussion Künstler entscheiden, ihren ECHO zurückzugeben, bedauern wir das zutiefst, müssen diese Entscheidung aber natürlich respektieren. Wir hoffen, dass die Künstler trotzdem die Debatte mit uns weiter führen, in der es um mehr als um diesen Musikpreis geht.

Der Bundesverband Musikindustrie lehnt als Verband und als Veranstalter des ECHO jede Art von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Gewaltverherrlichung ab. Die Art und Weise der öffentlichen Befassung mit der Auszeichnung des Albums JBG3 von Kollegah & Farid Bang führte zu einer Welle der Betroffenheit, die uns sehr bestürzt und die den Preis überhöht und zugleich überfordert (Link zum Statement vom 15. April 2018).

Der ECHO war seit seiner Entstehung ein Publikumspreis, das war stets die DNA des ECHO. Er unterschied sich insofern deutlich vom ECHO JAZZ und ECHO KLASSIK, die im Gegensatz zum ECHO nicht auf Verkaufszahlen basieren sondern bei denen jeweils eine 11- bzw. 12-köpfige Jury aus den beim Bundesverband Musikindustrie eingegangenen Bewerbungen die Nominierten bzw. Preisträger ermittelt. Beim ECHO kamen bisher die in den Charts erfolgreichsten Produktionen automatisch auf die Shortlist und wurden dadurch in der jeweiligen Kategorie nominiert. Im nächsten Schritt konnten die Fachjury-Mitglieder aus den Nominierten ihren Favoriten wählen. Chartspositionen und Fachjurystimmen wurden gleichberechtigt addiert und so der Gewinner ermittelt. In Zweifelsfällen konnte der Vorstand des BVMI den unabhängigen ECHO-Beirat einschalten. Das bisherige Prozedere wurde für den ECHO 2018 unter dem Link echocalling-facts.echopop.de ausführlich erläutert.

Dieses Grundprinzip des ECHO sowie alle mit der Nominierung und Preisvergabe zusammenhängenden Mechanismen werden wir nach den Erfahrungen aus diesem Jahr, die uns getroffen und erschüttert haben, in allen Details umfassend analysieren, entsprechende Konsequenzen daraus ziehen und ein neues, solides Fundament schaffen.

Der Bundesverband Musikindustrie wird neben der grundsätzlichen Überarbeitung des ECHO die vom ECHO-Beirat angeregte Diskussion um die Kunstfreiheit und ihre Grenzen mit den verschiedenen Beteiligten innerhalb und außerhalb der Branche weiterführen. Gefragt sind Künstler, Labels, Handelspartner, Journalisten, Politiker, Eltern, Lehrer, Fans und jeder einzelne Bürger. Die mediale Befassung und die Vielfalt der Betroffenheit hat auf besondere Weise verdeutlicht, wie tief das Thema gesellschaftlich sitzt und wie wichtig die ehrliche Auseinandersetzung damit ist, die über Schlagzeilen hinausgeht."

 

 

STATEMENT

DR. FLORIAN DRÜCKE, VORSTANDSVORSITZENDER DES DES BUNDESVERBANDES MUSIKINDUSTRIE (BVMI)  
15.04.2018

„Der Publikumspreis ECHO ist – bis auf ausgewählte Kategorien, wie beispielsweise das Lebenswerk und der Preis für soziales Engagement – das Ergebnis von Verkäufen und einer darauf folgenden Juryabstimmung. In strittigen Themen rufen wir den unabhängigen ECHO-Beirat an, der sich im aktuellen Fall mehrheitlich gegen einen Ausschluss entschieden hat. 

Im Zuge der aktuellen Debatte mussten wir erkennen, dass wir uns in einem Umfeld wiederfinden, das den Preis in ein falsches Licht rückt. Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben. Wir möchten an dieser Stelle in aller Deutlichkeit sagen, dass auch wir als Verband und Veranstalter des ECHO jede Art von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Gewaltverherrlichung ablehnen. Die Art und Weise der öffentlichen Befassung mit der Auszeichnung des Albums führte zu einer Welle der Betroffenheit, die uns sehr bestürzt und die den Preis überhöht und zugleich überfordert. 


Als Konsequenz daraus wird der Preis auf Entscheidung des Vorstandes vom heutigen Tag nun überarbeitet werden, was die umfassende Analyse und die Erneuerung der mit der Nominierung und Preisvergabe zusammenhängenden Mechanismen einschließt.

Davon ungeachtet wird der Verband die vom ECHO-Beirat angeregte Diskussion um die Kunstfreiheit und ihre Grenzen mit den verschiedenen Beteiligten innerhalb und außerhalb der Branche, ganz gleich ob Künstler, Label, Handelspartner, Journalisten, Politiker, Eltern, Lehrer, Fans oder aber Ausrichter eines Preises, wie angekündigt weiterführen. Dies in der Überzeugung, dass die mediale Befassung und die Vielfalt der Betroffenheit auf besondere Weise verdeutlicht hat, wie tief das Thema gesellschaftlich sitzt."

 

 

ECHO 2018 zwischen Hattrick für Ed Sheeran und Debatte um Grenzen der künstlerischen Freiheit

Am Donnerstagabend wurde in der Messe Berlin zum 27. Mal der Deutsche Musikpreis ECHO verliehen. Drei Auszeichnungen gingen an Ed Sheeran. Der britische Singer-Songwriter gewann in den Kategorien „Künstler international“ und „Album des Jahres“. Sein Song „Shape of You“ wurde „Hit des Jahres“. Ihren Rekord als Star mit den meisten ECHOs konnte Helene Fischer ausbauen: Sie gewann in der Kategorie „Schlager“ ihren ECHO Nummer 17. Als „Künstler Pop national“ erhielt Mark Forster den ersten ECHO seiner Karriere. ECHO Nummer 1 gab’s auch für Alice Merton als „Künstlerin Pop national“, Gewinner in der Kategorie „Band Pop national“ sind Milky Chance. Zu den Gewinnern gehören u.a. auch Die Toten Hosen, die eine Trophäe in der Kategorie „Rock national“ bekamen, Santiano siegten in der „Volkstümlichen Musik“ und der ECHO für „Dance National“ ging an Robin Schulz.

Den „Kritikerpreis national“ erhielt die Trap-Künstlerin Hayiti. Der Award für den „Newcomer national“ ging an Wincent Weiss, „Newcomer international“ wurde Luis Fonsi. Die Jury wählte zudem Peter Keller für Peter Maffays Album „MTV Unplugged“ zum „Produzent national“. Die Laudatio auf den Grafiker und Musiker Klaus Voormann, der für sein Lebenswerk geehrt wurde, hielt Wolfgang Niedecken. [mehr]

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